Am 4. Mai 2016 begann die Reise der 16 Russischschüler und -schülerinnen aus dem 9. und 10. Jahrgang nach Sankt Petersburg. Eine Woche lang wohnten wir bei unseren Austauschfamilien, gingen zur Schule, machten viele Exkursionen und verbrachten Zeit mit Freunden oder den Gastfamilien.

Als wir am Flughafen ankamen, wurden wir herzlich von den Schülern und Schülerinnen und zwei Lehrerinnen unserer Partnerschule Nr. 88 begrüßt. Wir trafen die Austauschpartner und lernten uns kennen.

Am nächsten Tag ging es in die Schule. Diese fängt in Russland erst um 9 Uhr an, was uns sehr entgegenkam. Endlich mal nicht so früh aus dem Bett. Eine Sache, die uns auffiel war, dass die Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 11. Klasse gemeinsam auf eine Schule gehen. Die Erst- bis Viertklässler trugen vorgeschriebene Uniformen, die Älteren mussten ein weißes Oberteil und ein schwarzes Unterteil tragen. Das Schulgebäude ist sehr einfach aufgebaut und man kann sich schnell orientieren.

Nach dem Unterricht machten wir jeden Tag verschiedene Exkursionen und haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sankt Petersburg und Puschkin gesehen. Zum Beispiel haben wir den Katharinen-Palast mit dem berühmten Bernsteinzimmer gesehen, die Peter-Pauls-Festung und die nachts aufgehenden Brücken besichtigt. Zudem haben wir eine Bootsfahrt durch Sankt Petersburg gemacht. Privat sind viele in den Freizeitpark „Divo-Ostrov“ gefahren, einige waren in der berühmten Eremitage und haben weitere Paläste Sankt Petersburgs besichtigt.

Wir hatten das Glück, am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“, in Sankt Petersburg zu sein. An diesem Tag wird der Sieg der Sowjetunion über Nazideutschland 1945 gefeiert. Wie in Moskau wird auch in Sankt Petersburg eine Militärparade abgehalten. Seit einigen Jahren wird in allen Städten Russlands (und sogar außerhalb Russlands) der Marsch des „unsterblichen Heeres“ veranstaltet. In Sankt Petersburg gingen eine halbe Million Menschen den Newski-Prospekt entlang und trugen die Portraits ihrer Vorfahren, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt hatten. Auf dem „Piskarjowski-Gedenkfriedhof“, auf dem die Opfer der Leningrader Blockade begraben sind, wurde ein paar Tage vorher eine Gedenkfeier gehalten, bei der Vertreter der Schulen rote Nelken niederlegten. Zum Gedenken an den 9. Mai trugen alle orange-schwarz gestreifte Schleifen. Die Feier wurde am Abend mit einem großen Feuerwerk an der Peter-Pauls-Festung beendet.

An den freien Tagen verbrachten wir Zeit miteinander, vor allem an den letzten. Denn wie alles nahm auch unsere Reise am 11. Mai ein Ende. Es wollte nicht wirklich jeder zurück nach Deutschland, denn wir hatten alle eine schöne Zeit dort und werden unsere Austauschpartner vermissen. Aber wir haben das Glück, dass sie im Oktober zu uns nach Celle kommen werden.

Es hat sich gelohnt, an diesem  Austausch teilzunehmen und wir können es jedem Schüler weiterempfehlen, an Austauschen jeglicher Art teilzunehmen, denn es ist eine sehr interessante Erfahrung.

Ines Antonovitsch, Arina Siumbeli, Jahrgang 9