Am 27.04.2014 haben wir meine Gastschülerin Viktoria vom Bahnhof in Celle abgeholt. Danach wurde zu Hause gemeinsam Abendbrot gegessen und erzählt. Das Verständigen hat schon recht gut geklappt. Viktoria überreichte uns ein Gastgeschenk und berichtete von ihrem Leben in Kaliningrad und Sankt Petersburg. Wir haben festgestellt, dass wir ein gemeinsames Hobby, das Malen, haben. Am nächsten Tag haben wir auf Leinwänden zusammen gemalt. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

In den nächsten Tagen waren wir viel unterwegs. Es gab eine Stadtführung in Celle, einen Besuch in den Herrenhäuser Gärten, eine Exkursion nach Hamburg mit Besuch der Spiegel-Redaktion. Nach den „offiziellen Terminen“ stand den Gästen Zeit zum Shoppen zur Verfügung. Bei den Einkaufstouren war es leider immer so, dass die deutschen Schüler und die russischen Gastschüler getrennte Wege gegangen sind.

Das Wochenende stand zur freien Verfügung. Unsere Familie und Viktoria waren zusammen mit der Familie von Emilia Stapel und den beiden Gastschülerinnen Katharina und Milana im Serengetipark. Wir hatten einen erlebnisreichen und lustigen Tag zwischen Dschungelsafari und Kumba Twister.

Leider ging die Woche viel zu schnell zu Ende und eigentlich hatten wir nicht genügend Zeit, uns richtig kennenzulernen. Ein Grund hierfür war auch, dass die russischen Schüler gerne in ihrer Klassengemeinschaft zusammenbleiben wollten, ihnen das Einkaufen hier sehr wichtig war und dadurch zu wenig Zeit für das Leben in der Gastfamilie übrig blieb.

Darüber habe ich mich zuerst ein wenig gewundert, da ich andere Erfahrungen mit unserer Gastschülerin Claudia vom PAD im letzten Jahr gemacht hatte. Allerdings hatten die PAD-Schüler viel mehr Zeit in Deutschland. Außerdem sind die Produkte in Russland viel teurer und die russischen Schüler waren sicher sehr froh, hier günstiger einkaufen zu können.

Unsere gemeinsame Leinwandmalerei konnten wir leider nicht beenden. Aber ich nehme sie im September mit nach Sankt Petersburg und hoffe, dass Viktoria und ich dort Zeit finden, die Bilder zu Ende zu malen.

Zum Abschied haben wir Viktoria einen großen Porzellan-Becher mit Celler Sehenswürdigkeiten geschenkt.

                                                                                                                                                             Johanna Frey