Zum ersten Mal trat das Hölty-Gymnasium mit zwei Bigband-Formationen beim 19. Celler Jugendjazztag an. Die mit zehn Gruppen besetzte Veranstaltung bot Jazz in unterschiedlichsten Klangspektren: von der Combo über eine Bläserklasse, einem Trommelensemble (Stick Connection) sowie den Bigbandbesetzungen.

Die Bigband-Youngsters, die zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung auf der Bühne standen, machten ihre Sache richtig gut. Mit vier Stücken konnten diese jungen Musiker der sechsten bis achten Klassen das Publikum gleich überzeugen und begeistern. Den Beginn machte ein starkes „James Bond Theme“, das natürlich jeder kannte. Anspruchsvoller im Satz wurde es dann mit „Harlem Nocturne“, wobei der Wechsel zwischen Latin und Swing schon eine Herausforderung darstellte. Mitswingen konnte man dann beim Klassiker „It’s only a papermoon“, bevor dann mit dem Popsong „Good Time“ ein fröhlicher und mitreißender Abgang gelang. Alle Achtung vor dieser Leistung!

Die „große“ Bigband setzte später erwartungsgemäß ganz andere Akzente. Hier überzeugte die musikalische Reife ganz besonders. Mit herausragender Dynamik und präzisem Sound konnte man sich vom stark gewachsenen Können dieser Formation überzeugen. Dabei war mit Samantha Swinford noch einmal eine Gesangsstimme zu hören, die unter die Haut ging. Gleich bei „Feeling good“ gelang der Truppe ein extrem ausdrucksstarker Beginn. Der Michael-Jackson-Titel „Man in the mirror“ führte das Programm fort, bevor dann Samantha mit ihrer Interpretation von „Blue Moon“ eine wunderbar zarte Atmosphäre entstehen ließ. Den Abschluss bildete dann der Funk-Titel „Mr. Basket“ von Matt Harris, der besonders durch seine rhythmischen Facetten zu einem weiteren Höhepunkt geriet. Bandleader Egon Ziesmann war froh, dass beide Bands sich in dieser Form dem Celler Publikum zeigen konnten.

Am 17.5. um 19 Uhr gibt es dann in der Mensa mit „Jazz in the Gym“ aber erst den echten Jazz-Höhepunkt dieses Schulhalbjahres mit beiden Bands und jazzigen Einlagen der Young Voices. Herzliche Einladung dazu bereits jetzt!

Egon Ziesmann