In der feierlich geschmückten Schulkantine begingen 56 Abiturientinnen und Abiturienten am 16.6.2017 ihre Entlassungsfeier. Die bis auf die letzten Reihen gefüllte Veranstaltung eröffnete Schulleiterin Monika Nerreter mit ihren Erinnerungen an die Abiturientinnen und Abiturienten dieses Jahrgangs. Die glücklichsten Augenblicke seien für sie diejenigen gewesen, in denen sie die Schülerinnen und Schüler in Momenten des Einklangs mit sich selbst gesehen habe. Hierbei erinnerte sie sich an musikalische Auftritte und sportliche Momente. Sie gab ihren ehemaligen Schülern folgenden Rat mit auf den Weg: „Machen Sie einen Unterschied!“ Inspirierend wirkte ihre Rede auch durch ein Zitat des englischen Schriftstellers David Nicholls, vorgetragen von der Englischlehrerin Claudia Hacker: ”(…) Not change the world exactly, but the bit around you. Go out there with your passion and your electric typewriter and work hard at … something.”

Auch die „Silbernen Abiturienten” und die „Goldenen Abiturienten“ beglückwünschten die Absolventen. Frau Berry-Laukart („Silberne Abiturienten“) und Herr Arndt („Goldene Abiturienten“) sprachen ihre Schulzeit am Hölty als prägende Zeit an, woran sie sich gerne zurückerinnerten. Herr Arndt verwies zudem auf die Anfangsjahre des Hölty-Gymnasiums. Zahlreich erschienene „Goldene Abiturienten“ wurden für ihr 50-jähriges Jubiläum geehrt.

Der Schulelternratsvorsitzende Herr Schmid ermutigte die Abiturientinnen und Abiturienten sich ihr eigenes Bild von der Zukunft zu machen und sich freizumachen von denen, die ohne Grund Angst vor der Zukunft haben. Gefolgt auf die vielen Ratschläge, Erinnerungen und Wünsche für die Abiturientinnen und Abiturienten machte Mathematik- und Informatiklehrer Sebastian Franke, der die Abschiedsworte des Kollegiums humorvoll vortrug, darauf aufmerksam, dass seine Rede keinen roten Faden besäße. Den roten Faden auf dem Pult abgelegt, wendete er sich in seiner Rede an die einzelnen Schülerinnen und Schüler und betonte ihre Besonderheiten. Schließlich wünschte er ihnen im Namen aller Kollegen „ein schönes Leben“.

Die musikalischen Höhepunkte kamen am Hölty wie üblich nicht zu kurz und überzeugten auf hohem musikalischen Niveau: Sowohl die „Young Voices“ als auch die „Bigband Youngsters“ schufen mit den Stücken „Have a nice day“ und „Good Time“ für eine wundervolle Atmosphäre. Gelungener konnte die Überleitung zu den Abschiedsworten von Laura Behre, Hannes Heuer und Yao Yingxiang in der Rede der Abiturientinnen und Abiturienten kaum sein. Die drei Schülerinnen und Schüler drückten ihre Freude über den erfolgreichen Abschluss des Abiturjahrgangs 2017 aus. Vor allem verbanden sie schöne Erinnerungen mit ihrer Zeit am Hölty-Gymnasium. Der große Zusammenhalt des Jahrgangs zeigte sich darin, dass sie respektvoll ihre Mitschüler einbezogen, die das Abitur leider nicht bestanden hatten. Zudem verdeutlichten sie, dass sie die Botschaft ihrer Schulleiterin mit auf ihren Weg nehmen wollen. „Denke nicht, dass alles zu Ende gesungen wurde, dass die Stürme alles weggedonnert haben. Mach dich zum großen Ziel bereit. Der Ruhm wird dich finden. Und Schnee, Wind und Sterne nächtlicher Flug. Mein Herz ruft mich in beunruhigende Ferne“, trug der Abiturient Yao Yingxiang ein eigens übersetztes Gedicht aus dem Chinesischen vor.

Schließlich kam der große Augenblick, für die Schülerinnen und Schüler, ihre Angehörigen, die Schulleitung, alle mitfiebernden Lehrkräfte, die Sekretärinnen und der Schulassistent zusammengekommen waren: Die Zeugnisausgabe für die Abiturientinnen und Abiturienten und die Aushändigung der Buchprämien für Annalena Netz, Michelle Kalantchouk, Jana Fürste und Martin Wessel. Jedem Schüler wurde beim Aufruf ein ehrenvoller Moment bereitet, indem jeweils ein vom Schüler ausgewähltes Lied eingespielt wurde. Schulleiterin Monika Nerreter und Oberstufenkoordinator Heinrich Hasselmann beglückwünschten die Schülerinnen und Schüler einzeln. Eine Schule, die den einzelnen Schüler in den Mittelpunkt rückt, ihn nicht als Zahl wahrnimmt, sondern mit seiner Persönlichkeit, seinen individuellen Stärken und Schwächen sieht. So zeigte sich das Hölty. Die glücklichsten Augenblicke des Einklangs mit sich selbst würden nun mal „mit individueller und gemeinschaftlicher Anstrengung erreicht, so Schulleiterin Monika Nerreter.

Im Anschluss an die Zeugnisübergabe tauschten sich die Abiturientinnen und Abiturienten, ihre Angehörigen und das Schulpersonal bei einem Sektempfang aus und ließen die Abschlussfeier mit Zukunftswünschen sowie geteilten Erinnerungen ausklingen. Die Abiturientinnen und Abiturienten haben überzeugend dargelegt, dass sie selbstbewusst und mit voller Aufbruchsstimmung in ihre Zukunft sehen.

Wir wünschen Ihnen für ihre Zukunft nur das Beste.

Cynthia Bensch