Vom 19. bis 26. Oktober 2016 waren die Austauschpartner der Allgemeinbildenden Schule Nr. 88 aus Sankt Petersburg in Celle zu Besuch. Die 13 russischen Schülerinnen und Schüler wurden von der Direktorin und zwei Lehrerinnen begleitet. Während ihres Besuchs haben die Gäste einen Einblick in das Schulleben am Hölty bekommen. In ihren Berichten über den Austausch schrieben alle Schülerinnen und Schüler, dass  ihnen der Besuch in Deutschland sehr gefallen hat und sie gern wiederkommen möchten.

Mir persönlich wird die gemeinsame Unterrichtsstunde mit der Sprachlernklasse 2 besonders in Erinnerung bleiben. Die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse sind seit etwa anderthalb Jahren in Deutschland. Ihr Deutsch ist inzwischen so gut, dass sie den russischen Gästen einen einfachen Dialog auf Deutsch beibringen konnten. Die Stimmung war sehr herzlich und ausgelassen. Auf Wunsch eines Schülers aus der Sprachlernklasse haben die Gäste den Dialog auch auf Russisch vorgetragen. Danach wollten auch die russischen Schüler den Dialog in den Muttersprachen der Sprachlernschüler, die aus Afghanistan, Syrien, Pakistan und dem Irak stammen, hören. Anschließend wollten die Gäste und die Schüler und Schülerinnen aus der Sprachlernklasse voneinander wissen, welche Pläne und Träume sie für die Zukunft haben. Ich hoffe, dass die Schüler und Schülerinnen diese Begegnung ebenfalls in guter Erinnerung behalten werden.

Das Hölty-Gymnasium führt seit 2008 den Austausch mit der Schule 88 in Sankt Petersburg durch. Die politischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation haben sich seitdem verschlechtert. Ich hoffe, dass die jungen Menschen, die durch den Austausch das andere Land persönlich kennenlernen, eine Offenheit entwickeln, die vielleicht in Zukunft die Beziehungen beider Länder positiv beeinflussen kann. Das ist auch das Ziel der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch (www.stiftung-drja.de), die uns seit Beginn der Austauschmaßnahmen finanziell unterstützt hat. Danke dafür! Und einen herzlichen Dank auch an alle Familien, die sich so gut um die russischen Gäste gekümmert haben.

Daniela Bunkenburg