Jedes Jahr gibt die Gesellschaft für Deutsch – Australischen / Neuseeländischen Schüleraustausch (GDANSA) circa 30 Schülern die Gelegenheit für zehn Wochen in Australien oder Neuseeland in Gastfamilien zu leben und so den Alltag in einer anderen Kultur mitzuerleben.

Ich verbrachte meine drei Monate in Perth, der Hauptstadt des Bundesstaates Western Australia, und habe so viele Erfahrungen von dort mitgebracht, dass ich wahrscheinlich längere Zeit am Stück berichten könnte, wenn man mich lassen würde.

Bei Sonnenuntergang über die Harbour Bridge laufen, im Regenwald einen Wasserfall runterrutschen, im eiskalten Wasser surfen lernen oder mit meiner Gastschwester zu Hause auf dem Sofa sitzen und jede Sorte der original australischen Schokokekse TimTams probieren. Australien bot mir unglaubliche und einmalige Erlebnisse und Möglichkeiten. Meine Zeit zu nutzen und das Beste daraus zu machen, war nicht wirklich schwer, obwohl ich dafür während der Sommerferien in Perth in die Schule gegangen bin.

Der Schulbesuch gehört mit zu meinen Highlights, da ich Fächer wie Agriculture, Hospitality (Kochunterricht), Accounting, Biology, Humanbiology und und und ausprobieren konnte. In Biology sind wir regelmäßig in den bush gegangen, um die Pflanzendichte anhand verschiedener Methoden zu bestimmen. Nicht allzu selten endete das in einer witzigen Suche unserer Schulsachen im dichten Gebüsch. Ich durfte nicht nur im Deutschunterricht Videos von der „Sendung mit der Maus“ suchen, sondern auch selbst Unterricht in einer 9. Klasse geben.

Unter den Top 5 meiner besten Erlebnisse ist der Freetravel: Mit vier anderen deutschen Stipendiaten durfte ich fünf Tage lang auf eigene Faust Australien erforschen. Cairns, eine Stadt in Queensland, war unser Ziel für diese fünf Tage.

Wir rutschten auf unserer Regenwaldtour mitten im Regenwald einen Wasserfall runter, aßen Kokosnuss, die wir zuvor am Wegrand fanden, sahen das „berühmte“  Attention! Cows might crash your car-Schild  und erlebten die bunte Artenvielfalt Australiens beim Schnorcheln am Great Barrier Reef.

Und um die Fragen, die mir, seitdem ich zurück in Celle bin, am meisten gestellt wurden, zu beantworten:

  • Ja, ich habe Kängurus gesehen (Wir haben sogar beinahe beim Familienurlaub Down South im Süden WA‘s eins angefahren).
  • Nein, ich bin nicht auf einem geritten.
  • Ich habe nicht auf die Klospülung geachtet und das Laufen und Essen kopfüber ist eigentlich ganz einfach.

 

Mein persönliches Fazit:

Die Zeit in Australien hat mir viele unglaubliche Erfahrungen gebracht, mich persönlich weiterentwickelt haben und der australian way of life ist das beste Lebensmotto. Die Leute in Australien sind offen und sehr hilfsbereit. Die Busfahrer fragen sogar extra noch einmal nach, ob es wirklich die richtige Bushaltestelle ist und fahren dich bei Regen bis vor die Haustür.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und Frau Nerreter und dem Lehrerkollegium danken, dass sie mir dies ermöglicht haben.

Patricia Rubisch