Im neuen Gewand präsentierte sich das Weihnachtskonzert des Hölty-Gymnasiums am Freitagabend, den 15. Dezember den zahlreich erschienenen Besuchern in der weihnachtlich geschmückten und bis auf den letzten Platz voll besetzten Pauluskirche. Auf Altbewährtes zurückgreifend setzte die neue Konzertleiterin Annika Weiß zusammen mit den Musiklehrern Joschua Claassen und Burkhard Bertram nach dem Abschied von Egon Ziesmann aus dem aktiven Dienst neue Akzente. Statt vieler kleiner Instrumentalensembles formierten sie ein großes Hölty-Orchester mit mehr als 50 Musikerinnen und Musikern aus allen Musikgruppen der Schule. Auch die Arrangements der Stücke trugen eine andere Note, denn der Mittelstufenchor der Schule, die Young Voices, wurden in diesem Jahr auf feinsinnige Art und Weise von einer Vielzahl von Instrumenten unterstützt. Und man muss sagen: Auch dieses neue Gewand, dieser neue Anzug sitzt wie angegossen und steht dem Weihnachtskonzert des Hölty-Gymnasiums gut.

Den Anfang machten die Vokalini, der Unterstufenchor der Schule, die traditionell aus dem Hintergrund zum Altarbereich marschierend das Konzert mit dem Stück „In der tiefen Dunkelheit“ eröffneten, das aus der Feder von Egon Ziesmann stammt und von ihm am Klavier begleitet wurde. Der folgende Auftritt der Vokalini mit Stücken wie „In stiller Nacht“ und „Es kommt ein Schiff geladen“ aus Ungarn sowie „Melchior und Balthasar“ aus Frankreich sorgte für einen harmonischen und fröhlichen Einstand in das Konzert. Es folgten abwechselnd Auftritte des großen Hölty-Orchesters, der Young Voices, nochmals der Vokalini und des Lehrerchors.

Festlich wurde es, als die vielen Musikerinnen und Musiker des Hölty-Orchesters zu den traditionellen klassischen Weihnachtsliedern „Macht hoch die Tür“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „Wie soll ich dich empfangen“ gemeinsam in die Instrumente bliesen und so das Orchester seine volle klangliche Wirkungskraft entfaltete. Bei dem alten englischen Weihnachtslied „In the bleak mid-winter“ kamen zudem dann auch Pauke und Schlagzeug zum Einsatz, so dass das Orchester noch erhabener wirkte. Die Young Voices, die mit klarer Intonation, Mehrstimmigkeit und genauem Zusammenspiel zu überzeugen wussten, begeisterten ebenso das Publikum.

Auch der Lehrerchor stand mit ihren Interpretationen von Ed Harris „To everything there is a season“ und „Sind die Lichter angezündet“ den anderen Musikgruppen in nichts nach. Nachdenkliches zu Weihnachten präsentierten Gesa Steinbömer und Katharina Fornaschon in zwei Lesungen, die in das Konzert eingebunden waren. Höhepunkte des Konzertes waren die musikalischen Arrangements von Joschua Claassen zu „The little Drummer Boy“ und „Stille Nacht“, die von den Young Voices im Zusammenspiel mit wenigen Instrumenten des Orchesters in bewegender und feinsinniger Weise vorgetragen wurden. Beeindruckend waren dabei die gesanglichen Soli von Anne Gusic, Mia Bazooband sowie Celina Friedrich und Nina Zummach, die jeweils unter die Haut gingen. Am Ende stimmten altbewährt alle Ausführenden, sowohl Musikerinnen und Musiker als auch das Publikum, in „Oh du fröhliche“ ein und brachten das eineinhalbstündige Konzert zu einem krönenden Abschluss.

Während des Konzerts konnten die Besucher weihnachtliches Gebäck, das die Schülerinnen und Schüler des Hölty in den Wochen vor dem Konzert gebacken hatten, erwerben und so etwas Gutes tun, denn der Erlös aus dem Weihnachtskeksverkauf kommt dem Onkologischen Forum Celle e.V. zugute.

Am Ende dankte Schulleiterin Monika Nerreter allen Beteiligten und Verantwortlichen, vor allem Musiklehrerin Annika Weiß, die mit der Organisation des Weihnachtskonzertes „Auf dem Weg nach Bethlehem“ ihre Feuertaufe in der Ära nach Egon Ziesmann bestanden habe.

Michael Rücker

Hier geht’s zum Artikel auf CelleHeute.de und bei der Celleschen Zeitung.