(Beschluss der Gesamtkonferenz vom 19.02.2009)

Übergeordneter Leitsatz:

Zielsetzung des Hölty-Gymnasiums ist es, Unterricht und Schulleben im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler zu gestalten. Daraus ergeben sich folgende Leitziele:

  • die Vermittlung eines für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler tragfähigen Fundaments an Wissen und Fertigkeiten,
  • das Entdecken individueller Begabungen und Interessen sowie deren Förderung und Weiterentwicklung,
  • die Möglichkeit, im schulischen Miteinander soziale Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, für sich und die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten

Das Hölty-Gymnasium bietet durch ein inhaltlich vielfältiges und anspruchsvolles Fächerangebot eine fundierte Allgemeinbildung, die sowohl zur Studierfähigkeit führt als auch auf berufliche Werdegänge vorbereitet. Unser Bildungsangebot soll außerdem dazu befähigen, die Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur kritisch zu begleiten und verantwortungsbewusst mitzugestalten.
Dazu ist die Vermittlung verschiedener Lernkompetenzen unerlässlich, die es unseren Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Lernprozesse selbst zu steuern und auf diese Weise lebenslang weiterzuentwickeln. Wir legen daher großen Wert auf eine kompetente, schülergerechte, den Lernprozess anregende Unterrichtsgestaltung und Methodik.
Das Hölty-Gymnasium versteht sich als eine Schule, die Leistung fördert und fordert. Leistung verlangt von den Schülerinnen und Schülern Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fleiß, Aufgeschlossenheit und Arbeitsfreude sowie die Bereitschaft, sich auf den gemeinsamen Lernprozess einzulassen und sich den damit verbundenen Anforderungen zu stellen.

Entdecken und Weiterentwickeln individueller Begabungen und Interessen

Wir verstehen Lernen als eine Chance zur selbstständigen, eigenverantwortlichen Entfaltung und Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Begabungen durch neue Einsichten und Erkenntnisse, Kompetenzen und Erfahrungen. Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns ist das Bemühen, die Kreativität, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ebenso wie die Kritikfähigkeit und Selbstreflexion unserer Schülerinnen und Schüler zu schulen, weiterzuentwickeln und sie darin zu ermutigen, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Da die Entwicklung der Persönlichkeit nicht ausschließlich innerhalb der Schule stattfindet, wird auch von den Eltern der Schülerinnen und Schüler die Bereitschaft erwartet, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen, indem sie ihrer Erziehungsverantwortung und -verpflichtung nachkommen und den Lernprozess durch ihr Engagement unterstützen.

Verantwortung für die eigene Person, die Mitmenschen und die Gesellschaft

Wir wollen erreichen, dass die Mitglieder der Schulgemeinschaft am Hölty-Gymnasium füreinander Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig respektieren, sodass im Schulleben verantwortungsbewusstes Miteinander erfahren und eingeübt wird.
Es ist unser Ziel, das Schulleben an unserem Gymnasium durch gegenseitige Akzeptanz, Wertschätzung und Rücksichtnahme sowie durch die Erziehung zu den Werten einer demokratischen Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung zu prägen. Insofern verstehen wir alle Bereiche unseres Schulprogramms im Sinne eines Präventionskonzeptes, denn wir wollen das eigenverantwortliche Handeln, die Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit sowie das soziale Engagement unserer Schülerinnen und Schüler fördern und sie darin unterstützen, Verantwortung für die eigene Person zu übernehmen, eigene Grenzen zu erkennen, die Persönlichkeit des anderen zu respektieren sowie sie ermutigen, die Schulgemeinschaft mitzugestalten und an ihr teilzuhaben.
Wir streben an, die Kommunikation an unserer Schule durch einen offenen Dialog und eine hohe Transparenz zwischen allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Personen zu fördern. Grundvoraussetzungen dafür sind zum einen die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Schule und zum anderen die Fähigkeit zu konstruktiver Kritik und Selbstkritik.

Evaluation und Weiterentwicklung

Das Hölty-Gymnasium verpflichtet sich dazu, die an der Schule geleistete Arbeit in regelmäßigen Abständen zu überprüfen sowie Ziele und Inhalte des Schulprogramms auf der Grundlage der Evaluation jeweils neuen Erfordernissen anzupassen und weiterzuentwickeln.

Das Hölty-Gymnasium, gegründet 1960, ist das jüngste der vier Celler Gymnasien.

Es liegt in der Heese, einem der Neustadt zugeordneten Stadtteil Celles.
Mit einem vielfältigen Angebot spezielle Profilierungen unterstützen die Gymnasien die freie Schulwahl innerhalb des Landkreises Celle.
Da das Hölty-Gymnasium Ausbildungsschule ist, werden die 800 Schülerinnen und Schüler von 60 Lehrerinnen und Lehrern sowie 15 Referendarinnen und Referendaren unterrichtet.

Das Hölty-Gymnasium zeichnet sich derzeit durch folgende Profilierung aus:

  1. In den Klassenstufen 5 und 6 gibt es mit den Bläserklassen ein zusätzliches Musikangebot. Die Schülerinnen und Schüler erhalten drei Stunden Musikunterricht in der Woche, davon ist eine Stunde Fachunterricht, eine Stunde Orchesterunterricht und eine Stunde Instrumentalunterricht.
  2. Das Fremdsprachenkonzept beinhaltet:
    1. Fremdsprache ab Klasse 5:    Englisch
    2. Fremdsprache ab Klasse 6:    Französisch; Latein, Russisch
    3. Fremdsprache ab Klasse 10: Spanisch
  3. In den Jahrgangsstufen 8 bis 10 bieten wir zusätzlich ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil an. Vorbereitend hierfür führen die Schülerinnen und Schüler in Klasse 7 ein naturwissenschaftliches Praktikum durch. In den Klassenstufen 8 bis 10 gibt es dann verstärkten Unterricht in den Fächern Physik, Chemie, Biologie und Mathematik. In Klasse 10 wird das Fach Informatik unterrichtet. Außerdem besuchen die Schülerinnen und Schüler verschiedene außerschulische Lernorte.
  4. In der gymnasialen Oberstufe wird ein breites Fächerangebot vorgehalten, sodass die Schülerinnen und Schüler vielfältige Kombinationen wählen können. Darüber hinaus kooperieren wir mit dem Hermann-Billung-Gymnasium in Celle, um so ein noch differenzierteres Fächerangebot anbieten zu können.

Hervorzuheben ist das Angebot an Austauschfahrten (derzeit St. Petersburg und  Plymouth).

Seit Beginn des Schuljahres 2010 / 2011 wird rhythmisiert, d. h. in Doppelstunden unterrichtet. Hauptziele sind einerseits die Gestaltung besserer Rahmenbedingungen für effektives und individuelles Lernen, andererseits die Entlastung von Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrern.

Darüber hinaus ist die Stundentafel dahingehend verändert, dass Ein- und Zweistundenfächer epochalisiert unterrichtet werden.
Somit ist die Anzahl der in einem Schulhalbjahr zu unterrichtenden Fächer reduziert.

Den Schülerinnen und Schülern, sowie dem Lehrerkollegium steht eine Mensa zur Verfügung. Sie können dort ein warmes Mittagessen erhalten.

Das Schulgebäude ist in mehreren Bauabschnitten ab dem Jahr 1960 errichtet worden. Seit 2010 werden die Fenster und die Außenfassade abschnittsweise nach den neuesten energetischen Anforderungen modernisiert. Die Toiletten im Erdgeschoss sind komplett saniert, die Klassenräume werden fortlaufend modernisiert. Im Jahr 2014 wurde die Heizungsanlage komplett ausgetauscht. Die Fachräume wurden und werden nach und nach modernen Standards angepasst.

Die zwei Sporthallen, die sich auf dem Gelände befinden, nutzen das Hölty-Gymnasium und die Oberschule I gemeinsam. Die Umkleideräume und der Sanitärbereich der alten Sporthalle wurden erneuert und es entstand dadurch auch ein zusätzlicher Raum für das musikpraktische Arbeiten.

Das Schulgelände teilt sich unsere Schule mit der Oberschule I. Unseren Schülerinnen und Schülern stehen auf dem 2016 fertiggestellten Schulhof u.a. Tischtennisplatten, ein Bolzplatz und ein Klettergerüst zur Verfügung.

Seit April 2010 können die Schülerinnen und Schüler einen im Projekt „Wirken“ neu gestalteten Innenhof nutzen. Er ist nach den Wünschen und Vorstellungen der Schülerschaft zu einem Aufenthalts-, Spiel- und Erholungsraum umgestaltet worden

kopf

Ludwig Christoph Heinrich Hölty wird 1748 als Pfarrerssohn in Mariensee geboren. Von 1765 bis 1768 besucht er die Lateinschule in Celle. Danach studiert er in Göttingen Theologie. Dort entstehen auch seine ersten Gedichte. Das Gedicht „Töffel und Käthe“ ist das erste mit der Gattungsbezeichnung ‚Ballade‘. Hölty ist Mitbegründer des Göttinger Hainbundes. 1775 bricht bei ihm Tuberkulose aus, an der er nur ein Jahr später schließlich stirbt.