Nun war es so weit! – Seit mehr als zwei Jahren angedacht und immer wieder wegen der Corona-Pandemie aufgeschoben, konnte die Hölty-Schulgemeinschaft den lang gehegten Plan einer Brockenwanderung der gesamten Schule einen Tag vor Ferienbeginn in die Tat umsetzen und so zum Abschluss des Schuljahres noch einmal ein Highlight setzen.

Nach einer aufwändigen logistischen Planung durch die Sportfachgruppe ging es frühmorgens für alle Klassen, knapp 700 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften, in 13 Bussen von den Standorten in Celle und Hambühren in Richtung Harz los. Während die Jahrgänge 5 bis 7 zusammen mit dem 12. Jahrgang vom Torfhaus aus zum Brocken starteten, war Schierke für die Jahrgänge 8 bis 11 mit dem etwas steileren Anstieg Ausgangspunkt für die Erwanderung des Gipfels. In zwei kilometerlangen Kolonnen von Torfhaus und Schierke aus ging es für die Klassen mit ihren Lehrkräften, ob als gesamter Klassenverband, in kleineren Gruppen oder zu zweit mit der besten Freundin oder dem besten Freund stetig bergauf, bis nach knapp drei Stunden alle den Gipfel erreichten. Immer wieder halfen sich die Höltyanerinnen und Höltyaner beim Aufstieg gegenseitig. Sie reichten sich Getränke, legten gemeinsam Pausen mit ihren erschöpften Freunden ein und munterten sich auf, wenn es erforderlich war.

Am Ziel angekommen wurden den Klassen Verpflegungspakete mit Wasser, Müsliriegeln und Obst gereicht und ein wenig Erholungszeit gegönnt. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto auf dem Gipfel machte sich die Schule dann wieder an den Abstieg in Richtung Torfhaus.

Nach beachtlichen 18 Kilometern und insgesamt sechs Stunden des Wanderns erreichte der Hölty-Tross schließlich den Parkplatz, auf dem die Busse schon warteten. Erschöpft und müde von den Strapazen, gelegentlich mit der ein oder anderen kleineren Blessur oder Sonnenbränden an Armen und Beinen, aber auch glücklich und zufrieden über das Erreichte, ging es zurück in Richtung Celle.

Ohne die sorgfältige Planung im Vorfeld wäre die Brockenwanderung für das Hölty nicht möglich gewesen. Viel Zeit, Herzblut und Kraft hat vor allem Sport-Fachgruppenleiter Jörn Grünert in das Projekt investiert. Große Unterstützung erhielt er auch von der Schülervertretung, insbesondere von Emmy Heese, Anastasia Minderlen, Timm Poerschke, Tim Hartwich und Timon Krüger, die die Verpflegung mit Unterstützung der Firma Jawoll vor Ort auf dem Brocken organisierten. Der Tag wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht allein wegen der Strapazen, sondern auch weil die Schule endlich wieder als Gemeinschaft auftreten konnte. Und irgendwie gehört es zum Leben dazu, dass man einmal mit der Schule den Brocken erwandert haben muss.

Michael Rücker