Wieder einmal bewahrheitete sich, welch verbindende Kraft der Musik innewohnt. Offenkundig wurde dies beim Sommerkonzert des Hölty-Gymnasiums auf dem Schulhof in Celle. Als zum krönenden Abschluss des Konzertes die Musikgruppen der Hölty-Außenstelle in Hambühren zusammen mit den etablierten Ensembles des Standortes in Celle gemeinsam in die Instrumente griffen, war die Verbundenheit der Höltyanerinnen und Höltyaner spürbar, obwohl beide Standorte räumlich knapp zehn Kilometer auseinanderliegen und sich einige Musikerinnen und Musiker noch nie zuvor gesehen hatten. Souverän, als hätten sie schon immer gemeinsam musiziert, spielten die knapp 140 Musikerinnen und Musiker die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven und präsentierten sich als Schulgemeinschaft, die zusammengehört.

Zuvor gaben die Bläserklassen 5a und 6a, der Unterstufenchor Vokalinis, die Concert Band und die Big Band als einzelne Ensembles ihr musikalisches Repertoire zum Besten und verwöhnten das Publikum mit Evergreens aus Pop, Jazz, Rock und Filmmusik. Den Auftakt machten die Concert Band und die Big Band, die gemeinsam als Hölty-Orchester mit der Eurovisions-Hymne die Richtung vorgaben. Es folgte die Bläserklasse 5a, die auf ihrem ersten öffentlichen Auftritt fehlerfrei und souverän „Welcome to the world“ und „Farmhouse Rock“ von Jacob de Haan sowie „Hardrock Blues“ von John Higgins darbot. Anschließend stellte die Bläserklasse 6a ihr Können mit den Interpretationen von „Morgenstimmung“ und „In der Halle des Bergkönigs“ von Edvard Grieg sowie „Wer wenn nicht wir“ von Wincent Weiss unter Beweis, bevor die Vokalinis, der Unterstufenchor des Höltys, nach den Evergreens „Major Tom“ von Peter Schilling und „California Dreaming“ von The Mamas & The Papas mit großem Beifall bedacht wurden.

Nach der Pause betrat die Concert Band die Hölty-Bühne. Sie nahm sich mit „Pirates of the Caribbean“ von Klaus Badelt und „My heart will go on“ von James Horner zunächst mit Leidenschaft der Filmmusik an. Feinfühlig brachte sie in der Folge „Yesterday“ und „I want to hold your Hand“ von John Lennon und Paul McCartney nahe, bevor sie sich schwungvoll und rhythmisch mit „Mambo No. 5“ verabschiedete. Der Auftritt der Concert Band wurde vom Publikum mit großem Applaus bedacht. Jazzig wurde es dann mit der Big Band. Gewohnt kraftvoll führte sie durch das einstudierte Programm und begeisterte das Publikum – sei es mit „The Pink Panther“ von Henry Mancini, mit „Cantina Band“ von John Williams oder mit „I‘m so excited“ von den Pointer Sisters. Starke Soloimprovisationen der Bläserinnen und Bläser sowie die feinen Gesangseinlagen von Paula Zierenberg, Leanna Hefle und Jennifer Kemling sorgten für das gewisse Extra der Stücke. Nach zweieinhalb Stunden endete schließlich das Konzert mit der „Ode an die Freude“. Den Musikerinnen und Musikern beider Hölty-Standorte war die Freude an der Musik bei ihren Auftritten anzumerken. Sie präsentierten das Hölty als Einheit und sorgten für einen rundum harmonischen Abend.

Michael Rücker