Die Arbeit der vergangenen zwei Jahre hatte sich für den Abiturjahrgang 2019 gelohnt. Nach der zweijährigen Kursstufe mit all den emotionalen Höhen und Tiefen, nach der Vorbereitung auf die schriftliche und mündliche Abiturprüfung und nach all dem Hoffen und Bangen war es endlich so weit. Die überglücklichen Abiturientinnen und Abiturienten erhielten ihre Abiturzeugnisse aus den Händen von Schulleiterin Monika Nerreter und präsentierten sich auf der Bühne voller Stolz den zahlreich erschienenen Freunden, Verwandten und Eltern. Wir gratulieren allen Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Abitur recht herzlich.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Neun Höltyanerinnen und Höltyaner absolvierten das Abitur mit einem Schnitt von unter 2,0, darunter Jill Gorzejewski mit einem Traumschnitt von 1,0. Alle wurden für ihre guten Leistungen mit Buchprämien und Mitgliedschaften, z.B. in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, ausgezeichnet.

Nach einem munteren musikalischen Auftakt durch die Bigband wurden die obligatorischen Grußworte an den Abiturjahrgang gerichtet, bevor dieser sich mit dem Bild einer Flugreise durch ihre Zeit am Hölty verabschiedete und bedankte. Unterbrochen wurden die Reden durch ein musikalisches Intermezzo durch den Lehrerchor, das die Atmosphäre in der Mensa feierlich untermalte.

Schulleiterin Monika Nerreter rief die Abiturientinnen und Abiturienten dazu auf, Fehler auf ihrem Weg und an sich zuzulassen, sich in der zunehmend digitalisierten Welt nicht zu manipulierbaren Maschinen formen zu lassen, von denen allein Kompetenzen erwartet würden, sondern innezuhalten, sich dem Menschsein bewusst zu werden und sich Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. Die Ehrenabiturienten und der Schulelternratsvorsitzende Herr Schmid forderten von den Abiturienten, den eigenen individuellen Weg – auch einmal gegen die Autoritäten – einzuschlagen, ihre Persönlichkeit und den Teamgedanken als Schlüsselqualifikationen auszubilden, kritisch zu lesen, um über politische Teilhabe Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, aber auch mal abseits der digitalen Welt am Lagerfeuer „Für immer“ von Doro Pesch auf der Gitarre zu klimpern. Nach einem Poetry-Slam-Battle, in dem Nils Kreutzer und Jörn Grünert als Vertreter des Lehrerkollegiums mit einem Augenzwinkern Lehrer und Schüler auf die Schippe nahmen, gaben sie ihren Schützlingen auf ihre neue Flugreise noch mit auf den Weg, besonders den Eltern für die lange, oft auch als Selbstverständlichkeit verstandene Begleitung zu bedanken und sich verantwortungsvoll für eine ökologisch bewusste, bunte und offene Gesellschaft einzusetzen.

Bevor die Abiturientinnen und Abiturienten feierlich, unter Applaus und mit selbst gewählten musikalischen Einspielern auf die Bühne schritten und ihre Abiturzeugnisse in Empfang nahmen, verabschiedeten sich Finn Möller-Boldt, Lana Abbas Ali, Johanna Becker und Jana Heine vom Hölty. Sie veranschaulichten anekdotenhaft ihre Zeit an der Schule mit einem Flug durch die Jahre bis zum Abitur und verdeutlichten wie der Jahrgang im Lauf der Zeit untereinander, aber auch mit Lehrern und dem Hölty immer enger zu einer Gemeinschaft zusammengerückt ist.

Michael Rücker