Fleißig wurden in den vergangenen drei Wochen Pakete gepackt, – schwere Pakete, denn deren Inhalt bringt einiges auf die Waage: 2 Kilo Zucker, 3 Kilo Mehl, 1 Kilo Reis, 1 Kilo Nudeln, dazu 3x Kekse, 5 Tafeln Schokolade und einige weitere Dinge des täglichen Bedarfs wie Duschgel und Zahnpasta. Auch ein Geschenk für Kinder, in der Regel Malbuch und Stifte, soll in jedem Karton vorhanden sein. Die Liste ist klar festgelegt, in jedem Karton befindet sich dasselbe, wenn auch in je etwas anderer Ausprägung. Auf jeden Fall bunt ist der Inhalt und glänzende Augen sind vorprogrammiert. „Es ist für uns kaum vorstellbar, in welch extrem schlichten und sehr armen Verhältnissen viele Menschen in manchen Regionen Europas leben“, berichtet Dirk Hoppenstedt, Zugführer der Johanniter in Celle und Vater einer Hölty-Schülerin. Seit drei Jahren ist er einer der Mitorganisatoren der bundesweiten Hilfsaktion der „Johanniter-Weihnachtstrucker“, die bereits seit 27 Jahren auf diese Weise notleidenden Familien hilft. Dieses Jahr gehen die Pakete unter anderem nach Albanien, Rumänien und in die Ukraine, aber auch bedürftige Familien hier in Deutschland werden bedacht.
Viel Herzblut steckt in der Aktion, gepaart mit dem für die Organisation notwendigen Pragmatismus und vor allem dem unermüdlichen Engagement vieler beteiligter Helfer.
Auch das Hölty-Gymnasium ist in diesem Jahr Teil des Helferteams geworden, mit jedem Karton, der sich in den einzelnen Klassen in den letzten Wochen gefüllt hat. Für das Hölty ein kleiner Beitrag, aber für die Familien vor Ort ein Zeichen der Hoffnung, dass sie in dieser herausfordernden Zeit nicht vergessen werden.

Anke Meyer-Bothling