Am Dienstag wurde es multikulturell am Hölty-Gymnasium: Beim „Festival der Sprachen“ bewiesen die Schülerinnen und Schüler ihr Sprachtalent in Englisch, Französisch, Russisch, Latein und Spanisch. Dabei brachten sie auch den rund 300 Zuschauern die eine oder andere Sprachfinesse bei. Moderiert wurde der Abend von Englisch- und Russischlehrerin Daniela Bunkenburg. Ein Kurzschluss sorgte leider während der Veranstaltung für technische Schwierigkeiten, die zum Ausfall von Mikrofonen und zu Verzögerungen im Ablauf führten, die aber die Freude und die Begeisterung der Mitwirkenden nicht beeinträchtigten.

Den Auftakt machte die zehnte Klasse mit einem sympathischen Kurzfilm, in dem sie Celler Bürger über ihre Fremdsprachenkenntnisse befragten. Das Spektrum reichte dabei von Englisch und Russisch über skandinavische Sprachen bis hin zum Plattdeutsch, was für Erheiterung im Publikum sorgte.

Von babylonischen Sprachbarrieren war beim „Festival der Sprachen“ jedoch keine Spur. Stattdessen zelebrierten die Fremdsprachenschülerinnen und -schüler die Multikulturalität. Dabei kombinierten sie ihr Sprachtalent mit ihren musikalischen Fähigkeiten. Die fünften Klassen erklärten den Zuschauern spielerisch das Alphabet und die Farben im „Alphabet-Rap“ und dem „Colour Song“. Die sechsten Klassen bewiesen dem Publikum, dass die französischen Präpositionen, das russische Alphabet und die lateinische Grammatik kein trockener Lernstoff sein müssen.

Und es wurde auch getanzt: Die Spanischklasse des zwölften Jahrgangs animierte die Fünftklässler zu einer Choreographie zu dem Lied „Veo veo“, und die Schülerinnen Stephanie Glups und Veronika Pomogov zeigten einen orientalischen Bauchtanz.

Gleich mehrere Sprachen gab es beim Liebeslied von Sophia Thiele und Jonas Waltersbacher zu hören. Nach der Vorlage des Kabarettisten Bodo Wartke sang sie die Strophen abwechselnd unter anderem auch in Holländisch und sogar Latein.

Sprachvielfalt wurde auch bei dem Stück „Rotkäppchen und die vielen Sprachen“ geboten. Das Stück wurde von der Theater-AG aufgeführt und szenenweise in Afrikaans, Ungarisch, Polnisch, Moldawisch, Hindi, Vietnamesisch und Kurdisch vorgetragen.

Weitere Informationen zu den Sprach-Angeboten am Hölty-Gymnasium gab es bei den Präsentationen der Auslandsfahrten nach London, Rom, Rochefort und Straßburg sowie an den Info-Ständen der Fremdsprachenklassen.

Für einen gelungenen Ausklang sorgten die Vokalini, die vom Musiklehrer Egon Ziesmann dirigiert das Lied „Der Hahn ist tot“ in mehreren Sprachen und im Kanon mit dem Publikum zum Besten gaben.

Jan Henrik Flecke