Reger Andrang herrschte im Foyer, als Frau Nerreter gegen 15.00 Uhr die umworbenen Viertklässler und deren Eltern zum Tag der offenen Tür am Hölty-Gymnasium in einer kurzen Rede begrüßte. Anschließend schwirrten die vielen Besucher aus der Pausenhalle in die verzweigten Gänge, um die Schule zu erkunden.  Manche informierten sich aber auch bei den gelb bekappten Scouts,  wie sie zu den einzelnen Angeboten gelangen konnten. Drei Stunden lang hatten die kleinen neugierigen Viertklässler nun Gelegenheit, das Hölty über Rundgänge durch die Schule, über Beratungsgespräche mit der Schulleitung, mit den Lehrern und mit aktiven Schülerinnen und Schülern sowie über die Angebote der einzelnen Fachgruppen in den unterschiedlich thematisch eingerichteten Räumen für sich zu entdecken.

Im Kunstturm konnte man eine reichlich bestückte Ausstellung an Kunstexponaten inklusive kreativen Kurzvideos von Höltyanern bewundern oder man bastelte sich einen schicken Sonnenhut aus Draht, den die eifrigen Viertklässler nach individuellen Wünschen verzieren konnten. Hier lebten sich die Gäste wahrlich aus.

Eine Etage tiefer in den Biologieräumen hatte man die Möglichkeit, seine Sinnesorgane zu testen oder für die Mäuse ein Labyrinth zu bauen und mitzufiebern, welche Maus wohl als Erste das Ziel erreichte. Auch in der Physik gab es viel zu erleben. Mit faszinierenden Experimenten von Herrn Dr. Cordes wurde den Viertklässlern das Fach Physik nähergebracht.

Auch die Sprachen hatten viel zu bieten, denn das Programm war so ausgelegt, dass man immer ein paar Vokabeln aus den angebotenen Sprachen lernen konnte. Man erfuhr aber auch viel über Kinderspiele im alten Rom oder viel über Städte wie Paris. Im Raum der Sprachlernklasse, kurz SLK genannt, wurden  die Besucher in den Sprachen Arabisch, Türkisch oder Persisch begrüßt und eingeladen, die Übersetzungen von Wörtern zu erfragen.

Auch das Fach Erdkunde stellte sich vor: Die Bundesländer gab es zu entdecken oder man testete sein Wissen mit einem Puzzle und an einem Quiz. Praktisch am Smartboard erfuhren die Kleinen bei der Fachgruppe Religion in einem Spiel etwas über Martin Luther, bevor man ganz cool ein Selfie mit ihm machte, das man als Souvenir mit nach Hause nehmen konnte. Oder man begutachtete die individuellen „Ich kann“-Kuchen und „Taten“-Torten.

Auf den Weg in den Gängen zu den Schulsanitätern musste man auf der Hut sein, da man gegebenenfalls den Frisbees ausweichen musste, die von eifrigen Kindern geworfen wurden, um ein von der Frisbee-AG ausgewähltes Ziel zu treffen. Bei den Schulsanitätern angekommen sah man Kinder, die sich von den Schulsanitätern verbinden ließen, sich über die Arbeit der Schulsanitäter informierten oder Hölty-Schüler sowie Herrn Hidasi, den Leiter der Schach-AG, auf einer Bahre durch die Gegend trugen.

Imposant waren auch die musikalischen Aufführungen der vielen Musikgruppen. Dabei konnte man vor allem die Entwicklung der Bläserklassen bestaunen. Wer sehen wollte, wer bei den vielen Hölty-Veranstaltungen, die im Jahr angeboten werden,  hinter den Kulissen arbeitet und war für die tolle Atmosphäre sorgt , war bei der Tontechnik-AG genau richtig. Dort wurde man mit Nebelmaschine, Licht und Musik empfangen.

Mit Musik präsentierte sich auch der Fachbereich Sport. Es wurde in der großen Sporthalle geturnt. Man konnte mit Herrn Kreutzer Körbe werfen, der auch die Basketball-AG leitet. Auspowern war bei der Ruder-AG angesagt. Am Ruder-Ergometer wurden  Kraft, Technik und Ausdauer getestet, was auch Herr Grünert nutzte, um sein Geschick zu beweisen.

Um 18 Uhr ebbte der Trubel in der Schule ab und der Tag der offenen Tür endete. In der Schule räumten die Lehrer und viele helfende Hölty-Schüler ab. Flaschen wurden in die Autos getragen, Lautsprecher abgebaut, die letzten Reste Farbe von den Marmorplatten abgewaschen, die für das Hochdruckverfahren gebraucht worden waren. Man kann sagen: Das Hölty präsentierte sich am Tag der offenen Tür mit „Herz und Verstand – am Hölty Hand in Hand“.

                                                                                                                                                             Antonia Denecke, 8d