Groß war der Andrang, als am Freitagnachmittag, den 1. März, das Hölty wie jedes Jahr seine Pforten für alle Schülerinnen und Schüler der jetzigen vierten Klassen und deren Eltern sowie für alle Freunde und Interessierte zum Tag der offenen Tür öffnete. Die Gäste erwartete ein breites und buntes Programm, das von den einzelnen Fachgruppen zusammengestellt wurde. Die Höltyaner zeigten sich dabei im geschäftigen Einsatz, um die Schule der Öffentlichkeit zu präsentieren und für sich zu werben.
Viel zu entdecken gab es in den Naturwissenschaften. Die Besucher konnten unter anderem das neu entstandene Projekt „Hölty-Zoo im Vivarium“ bestaunen, welches die Vielfalt der Tierwelt des Fachbereichs Biologie ergänzen soll. Außerdem erhielten die Schülerinnen und Schüler der jetzigen vierten Klassen in den Bioräumen einen Crash-Kurs in menschlicher Anatomie nebst einer Einführung in weitere spannende biologische Themen. Eine weitere Naturwissenschaft stellte sich unter dem Motto „Physik unter Hochspannung“ in den Physikräumen vor. Mit dem Bandgenerator wurde nicht nur eine Leuchtstoffröhre, sondern auch Kinderaugen zum Flackern gebracht. Aber auch die Chemie lockte mit interessanten Experimenten zu den Themen „Sauer macht lustig“ und „Cola-Krimi“.

Im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich präsentierte sich die Geographie medienwirksam, indem sie die jungen Erdkundefreunde mit den berührungsempfindlichen Smartboards auf Deutschlandreise schickte und so Geographie „anfassbar“ machte. „Geschichte zum Anfassen“ – aber noch nicht modern, sondern sehr antik – gab es auch bei den Ausgrabungen, die von der Fachschaft Geschichte angeboten wurden. Im Projekt „Archäologie im Klassenraum“ konnten die Schülerinnen und Schüler der jetzigen vierten Klassen die Arbeit der Archäologen nachempfinden. Zu ergraben waren unter anderem römische Münzen und Tonscherben. Im benachbarten Raum für Religion konnten sich die Besucher mit dem Thema „Leben und Umwelt Jesu“ auseinandersetzen.

Auch die fünf am Hölty angebotenen Fremdsprachen Englisch, Französisch, Latein, Spanisch und Russisch stellten sich jeweils mit eigenen Programmen vor. Dabei stach der Besuch des „RussoMobils“ vom Bundesverband Deutscher West-Ost Gesellschaften hervor, das deutschlandweit den Menschen die russische Sprache näherbringen möchte, für die russische Kultur wirbt und eigens zum Tag der offenen Tür das Hölty besuchte.

Jahr für Jahr ist die Musikfachgruppe mit den Bläserklassen ein Zuschauermagnet und auch dieses Jahr boten die Hölty-Schülerinnen und Schüler ihr Können den Besuchern dar. Zu vergessen sind aber auch nicht die Sportdarbietungen in der Halle oder im Foyer, die große Aufmerksamkeit erhielten.

Ohne die Arbeitsgemeinschaften wäre das Hölty als Schule nicht vollständig erfasst und deshalb stellten sich auch die AGs vor. Für Technikbegeisterte bot die Roboter AG die richtige Anlaufstelle, denn dort erfuhren sie alles, was man rund um den Bau und das Programmieren von Robotern wissen sollte. Neben der Roboter-AG präsentierte sich noch die Hubschrauber-Modellbau-AG mit ihren imposanten Fluggeräten in der Sporthalle. Zu guter Letzt stellte sich die Theater AG in ihren eigenen Räumlichkeiten mit einem neuen Projekt vor und den Gästen wurde die Möglichkeit geboten, sich bereits jetzt eine kurze Inszenierung daraus anzusehen. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte der 11. Jahrgang mit Kuchen, Kaffee und anderen Köstlichkeiten.

Alles in allem waren die Beteiligten am Ende des Tages guter Dinge, was die Vorstellung des Hölty-Gymnasiums. „Uns ist nichts Schlechtes zu Ohren gekommen“, sagte die Schulleiterin Frau Nerreter.