Wer ist der Namensgeber der Schule?

Ludwig Christoph Heinrich Hölty wird 1748 als Pfarrerssohn in Mariensee geboren. Von 1765 bis 1768 besucht er die Lateinschule in Celle. Danach studiert er in Göttingen Theologie. Dort entstehen auch seine ersten Gedichte. Das Gedicht „Töffel und Käthe“ ist das erste mit der Gattungsbezeichnung ‚Ballade‘. Hölty ist Mitbegründer des Göttinger Hainbundes. 1775 bricht bei ihm Tuberkulose aus, an der er nur ein Jahr später im Alter von 27 Jahren in Hannover stirbt.

Relief Ludwig Höltys (Eingangshalle)

(Beschluss der Gesamtkonferenz vom 19.02.2009)

Übergeordneter Leitsatz:

Zielsetzung des Hölty-Gymnasiums ist es, Unterricht und Schulleben im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung der Schüler:innen zu gestalten. Daraus ergeben sich folgende Leitziele:

  • die Vermittlung eines für die Zukunft der Schüler:innen tragfähigen Fundaments an Wissen und Fertigkeiten,
  • das Entdecken individueller Begabungen und Interessen sowie deren Förderung und Weiterentwicklung,
  • die Möglichkeit, im schulischen Miteinander soziale Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, für sich und die Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten

Das Hölty-Gymnasium bietet durch ein inhaltlich vielfältiges und anspruchsvolles Fächerangebot eine fundierte Allgemeinbildung, die sowohl zur Studierfähigkeit führt als auch auf berufliche Werdegänge vorbereitet. Unser Bildungsangebot soll außerdem dazu befähigen, die Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur kritisch zu begleiten und verantwortungsbewusst mitzugestalten.
Dazu ist die Vermittlung verschiedener Lernkompetenzen unerlässlich, die es unseren Schüler:innen ermöglichen, Lernprozesse selbst zu steuern und auf diese Weise lebenslang weiterzuentwickeln. Wir legen daher großen Wert auf eine kompetente, schülergerechte, den Lernprozess anregende Unterrichtsgestaltung und Methodik.
Das Hölty-Gymnasium versteht sich als eine Schule, die Leistung fördert und fordert. Leistung verlangt von den Schüler:innen Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fleiß, Aufgeschlossenheit und Arbeitsfreude sowie die Bereitschaft, sich auf den gemeinsamen Lernprozess einzulassen und sich den damit verbundenen Anforderungen zu stellen.

Entdecken und Weiterentwickeln individueller Begabungen und Interessen

Wir verstehen Lernen als eine Chance zur selbstständigen, eigenverantwortlichen Entfaltung und Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Begabungen durch neue Einsichten und Erkenntnisse, Kompetenzen und Erfahrungen. Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns ist das Bemühen, die Kreativität, Selbstständigkeit und Unabhängigkeit ebenso wie die Kritikfähigkeit und Selbstreflexion unserer Schüler:innen zu schulen, weiterzuentwickeln und sie darin zu ermutigen, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen. Da die Entwicklung der Persönlichkeit nicht ausschließlich innerhalb der Schule stattfindet, wird auch von den Eltern der Schüler:innen die Bereitschaft erwartet, ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen, indem sie ihrer Erziehungsverantwortung und -verpflichtung nachkommen und den Lernprozess durch ihr Engagement unterstützen.

Verantwortung für die eigene Person, die Mitmenschen und die Gesellschaft

Wir wollen erreichen, dass die Mitglieder der Schulgemeinschaft am Hölty-Gymnasium füreinander Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig respektieren, sodass im Schulleben verantwortungsbewusstes Miteinander erfahren und eingeübt wird.
Es ist unser Ziel, das Schulleben an unserem Gymnasium durch gegenseitige Akzeptanz, Wertschätzung und Rücksichtnahme sowie durch die Erziehung zu den Werten einer demokratischen Gesellschaft in gemeinschaftlicher Verantwortung zu prägen. Insofern verstehen wir alle Bereiche unseres Schulprogramms im Sinne eines Präventionskonzeptes, denn wir wollen das eigenverantwortliche Handeln, die Kooperationsbereitschaft und Konfliktfähigkeit sowie das soziale Engagement unserer Schüler:innen fördern und sie darin unterstützen, Verantwortung für die eigene Person zu übernehmen, eigene Grenzen zu erkennen, die Persönlichkeit des anderen zu respektieren sowie sie ermutigen, die Schulgemeinschaft mitzugestalten und an ihr teilzuhaben.
Wir streben an, die Kommunikation an unserer Schule durch einen offenen Dialog und eine hohe Transparenz zwischen allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Personen zu fördern. Grundvoraussetzungen dafür sind zum einen die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern und Schule und zum anderen die Fähigkeit zu konstruktiver Kritik und Selbstkritik.

Evaluation und Weiterentwicklung

Das Hölty-Gymnasium verpflichtet sich dazu, die an der Schule geleistete Arbeit in regelmäßigen Abständen zu überprüfen sowie Ziele und Inhalte des Schulprogramms auf der Grundlage der Evaluation jeweils neuen Erfordernissen anzupassen und weiterzuentwickeln.

Das Hölty-Gymnasium, gegründet 1960, ist das jüngste der derzeit vier Celler Gymnasien. Es liegt in der Heese, einem der Neustadt zugeordneten Stadtteil Celles. Nach dem Beschluss des Kreistages vom 21.01.2020 wird das Hölty-Gymnasium seinen Standort sukzessive nach Hambühren verlagern. Das bedeutet, dass mit Beginn des Schuljahres 2020/2021 die 5. Klassen in Hambühren eingeschult werden und der Standort in Celle ausläuft. Für den Westkreis ist ein Schulbezirk für die Gymnasialkinder eingerichtet worden.

Das Hölty-Gymnasium ist Ausbildungsschule. Die 800 Schüler:innen werden von 70 Lehrer:innen sowie zehn bis zwölf Referendar:innen unterrichtet.

Das Hölty-Gymnasium zeichnet sich derzeit durch folgende Profilierung aus:

  1. In den Klassenstufen 5 und 6 gibt es mit den Bläserklassen ein zusätzliches Musikangebot. Die Schüler:innen erhalten vier Stunden Musikunterricht in der Woche, davon ist eine Stunde Orchesterunterricht und eine Stunde Instrumentalunterricht.
  2. Das Fremdsprachenkonzept beinhaltet:
    erste Fremdsprache ab Klasse 5:    Englisch
    zweite Fremdsprache ab Klasse 6:    Französisch, Latein oder Spanisch
  3. In den Jahrgangsstufen 8 bis 10 bieten wir zusätzlich einen mathematisch-naturwissenschaftlichen sowie einen gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt an.
  4. In der gymnasialen Oberstufe wird ein breites Fächerangebot vorgehalten, sodass die Schüler:innen vielfältige Kombinationen wählen können.
  5. Hervorzuheben ist das Angebot an Austauschfahrten.

Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 unterrichten wir in Doppelstunden. Hauptziele sind einerseits die Gestaltung besserer Rahmenbedingungen für effektives und individuelles Lernen, andererseits die Entlastung von Schüler:innen und Lehrer:innen.

Darüber hinaus ist die Stundentafel dahingehend verändert, dass Ein- und Zweistundenfächer epochalisiert unterrichtet werden. Somit ist die Anzahl der in einem Schulhalbjahr zu unterrichtenden Fächer reduziert.

Den Schüler:innen sowie dem Lehrerkollegium steht eine Mensa zur Verfügung. Sie können dort ein warmes Mittagessen erhalten.