Im Beckmann-Saal fand das Abschiedskonzert für Samantha Swinford statt. Im fast voll besetzen Saal präsentierte sich die Bigband in prächtiger Spiellaune. Mit vielen neuen Nummern im Repertoire war es ein Konzert mit völlig veränderten Klangfarben. Zahlreiche Arrangements über Titel aus der Pop und Rockwelt, sowie Jazzstücke aus verschiedenen Stilen prägten die Programmfolge, die sich instrumental und vokal abwechselte. Nach einem swingenden Bluesbeginn brachte Samantha mit „Feeling good“ das Publikum in die richtige Stimmung, die die Band mit „Happy“ gleich noch steigerte. So ging es Schlag auf Schlag weiter. Der von Norah Jones verbreitete Song „Don’t know why“ zeigte einmal mehr die Wandelbarkeit der Stimme von Samantha Swinford, die von der Bigband zart untermalt wurde. Mit „September“ von „Earth, Wind & Fire“ sowie „I sing the body electric“ kamen Beispiele aus heutigen Filmen zum Zuge.

Ganz neu im Repertoire war der Titel von Stevie Wonder „You are the sunshine of my life“, auch wieder perfekt interpretiert von Samantha. Michael Jackson war mit den Nummern „Man in the Mirror“ sowie „I want you back“ vertreten. Swingend und funkig ging das anspruchsvolle Konzert mit „Love ist here to stay“, „Mr. Basket“ und „Blue Moon“ zu Ende, nicht ohne dass vorher mit dem James-Bond-Titel „Skyfall“ einer der Lieblingstitel der Hölty-Bigband erklungen war.

Es ist erstaunlich, welche Entwicklung die Bigband in den letzten Monaten wieder einmal genommen hat, auch im Zusammenhang mit der großen Repertoireerweiterung. Ein starker Saxophonsound, verbunden mit strahlenden und kraftvollen Trompeten sowie einfühlsamen und klanglich abrundenden Posaunen, getragen von einer kompletten Rhythmusgruppe sind mittlerweise das Markenzeichen der Formation, die noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung steht.