Nach Ende des gelungenen Kammermusikabends verließen sowohl Besucher als auch die Mitwirkenden zufrieden den Musikraum des Hölty-Gymnasiums: Das Publikum hatte sich während des einstündigen Konzertabends am Dienstag andächtig an der dargebotenen Musik erfreut und ein wenig den Alltag vergessen können. Die jungen Musikerinnen und Musiker der Schule konnten sich – in Teilen zum ersten Mal – vor einem Publikum ausprobieren und ihr Können zeigen.

Die Schülerinnen und Schüler legten sich dabei mächtig ins Zeug, zumal sie anspruchsvolle Stücke zusammen mit ihren Musiklehrern einstudiert hatten. Von Klassik bis Pop reichte an diesem Abend die Bandbreite an Stilen.

Am Klavier präsentierte Duran Ekinci eindrucksvoll bei seiner Konzertpremiere unter anderem das Lied „Tarantella“. Die jeweilige Stimmung der Lieder imposant transportierend interpretierte Paul Müller auf dem Flügel Ludwig van Beethovens „Für Elise“ und ABBAs „Money, money, money“ und auch Pia-Zoe Hahne stand mit Johann Sebastian Bachs Präludium den anderen Pianisten in nichts nach. Dass die jungen Musikerinnen und Musiker die Stücke verinnerlicht hatten, wurde an ihren Gesten und ihrer Mimik während des Auftrittes deutlich.

Aber auch die Blasinstrumente kamen nicht zu kurz. Souverän spielte Hölty-Bigband-Mitglied Tim Conradi im Duett mit seinem Musiklehrer Dietrich Ackemann auf der Trompete Stücke von Vince Gassi. Bei ihrem Klarinettenauftritt holte Laura Lehne mit dem Herbstlied von Felix Mendelssohn-Bartholdi die mit der Jahreszeit verknüpften Sehnsüchte in den Musiksaal, während Janna Heise auf demselben Instrument zwei Präludien von Johann Sebastian Bach eindringlich darbot.

Virtuos spielte ihre Schwester, Finja Heise, an der Konzertgitarre eine traditionelle Tarantella. Den Abschluss bildete die von Marcel Büschel auf dem Klavier einfühlsam vorgetragene Sonate op. 49,1. von Ludwig van Beethoven. Zwischen den Musikstücken gaben die Musiklehrer Annika Weiß, Egon Ziesmann und Burkhard Bertram immer wieder kleine Geschichten zu Komponisten, Kompositionen und Instrumenten zum Besten. Dieser Abend zeigte wieder einmal, dass die Kammermusik am Hölty ein Muss im Terminkalender der Schule ist.

                                                                                                                                             Michael Rücker