Legosteine, Motorenteile, Getränkeflaschen, Sensoren, Schokoladenriegel, Kabel – dazwischen immer wieder Schülergruppen, die angeregt miteinander diskutierten oder konzentriert Daten in ihre Laptops hackten. Höchste Konzentration, Spannung und jede Menge Ehrgeiz lagen in der Luft auf dem Hannoveraner Messegelände.
Kein Wunder, ging es doch von Montag, den 25.02. bis Mittwoch, den 27.02. in den Räumen der Robotation Academy um nichts Geringeres als die Qualifikation zur deutschen RoboCup-Meisterschaft. In anspruchsvollen Kategorien raten mehr als 120 Teams gegeneinander an. Über 300 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren aus verschiedenen Bundesländern hatten das Ziel, Ende April beim Deutschlandentscheid in Magdeburg dabei zu sein.

In der Disziplin RoboRescue steht das Retten und Bergen von verschütteten Opfern im Vordergrund. Auf einer drei Quadratmeter großen Wettkampfbahn mit zwei Ebenen, die ein mehrstöckiges Haus nach einem Erdbeben simulieren soll, müssen die Roboter in nur acht Minuten nicht nur zahlreiche Hindernisse umfahren, sondern auch noch „Verunglückte“ finden und bergen. Das Team, dessen Roboter die meisten Aufgaben fehlerfrei bewältigt, erhält die höchste Punktzahl. Neben der vermeintlich einfacheren Variante Rescue A konnten sich die erfahreneren Teilnehmer in diesem Jahr auch in der nächsten Stufe Rescue B versuchen.

Auch das Team Celleribus vom Hölty mit den Schülern Phillipp Engelke, Marcel Purwins und Lars Thulke kämpfte in der Disziplin Rescue A drei Tage lang um Punkte. Bei seiner ersten Teilnahme an einem RoboCup-Wettbewerb schlug sich das Team achtbar. Gelang im ersten Lauf noch nicht viel, konnte sich das Team in den weiteren beiden Durchgängen deutlich steigern. Letztlich schaffte der Roboter die untere Ebene des Parcours ohne Eingriff eines Teammitglieds. Eine tolle Leistung, zumal sich das Team erst spät auf den Wettbewerb vorbereiten konnte und auf Grund der technischen Ausstattung auch nicht mehr Punkte möglich gewesen wären.
Für die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft hat es zwar nicht gereicht, aber die vorderen Plätze sind in Reichweite und sollen nächstes Jahr – dann hoffentlich mit mehreren Hölty-Teams – in Angriff genommen werden. Für die Schüler war es jedenfalls ein tolles Erlebnis und eine Erfahrung, die die Entwicklung des Teams und der Robotik und Technik AG weiterbringen wird.
Beim Einstiegswettbewerb Greenfield der Stiftung NiedersachsenMetall am Mittwoch nahm das Hölty ebenfalls mit einem Team teil. CeBot One mit Jan-Niclas Franz und Felix Kapelle konnte im vorderen Mittelfeld landen, obwohl auch sie kaum Vorbereitungszeit hatten. Im nächsten Jahr wollen wir auch in diesen Wettbewerb deutlich mehr Teams schicken.