Für 53 Abiturienten des Abiturjahrgangs 2015 endete am letzten Freitag die Schulzeit bei uns am Hölty. Bei der feierlichen Entlassungsfeier in der Congress Union hieß es, Abschied von einem Lebensabschnitt zu nehmen.

Schon bei ihrer Begrüßung hatte Schulleiterin Monika Nerreter angemerkt, das Abitur sei aber nicht nur Ende, sondern es wohne ihm auch ein Anfang inne. Ein Anfang für eine eigenverantwortliche Zukunft, die mit mancherlei Herausforderung behaftet sei und viele persönliche Veränderungen hervorrufe. Metaphorisch bediente sich Frau Nerreter dabei eines Bildes von einem Fluss, der an sich zweifelnd und vor einer Wüste stehend seinen Weg zum Meer finden wollte, die Herausforderung annahm und verdunstete, aber nach der Wüste abregnete und dann verändert, aber umso prächtiger dem Meer entgegenstreben konnte.

Wie die Zukunft konkret aussehen kann, spiegelte den Abiturienten dann die Goldene Abiturientin Frau Dr. Sibylle Hauser in ihren Grußworten. Mit Fotos unterlegt und in humorvoller Weise dargebracht schilderte sie den Werdegang der ersten neun Abiturientinnen am Hölty unter dem Abiturmotto der Mädels „Hau Ruck, alle Neune“ und verdeutlichte den Abiturienten deren Aussichten. Schmunzelnd verkündete sie, dass fünf von neun Abiturientinnen von damals den Lehrerberuf ergriffen hätten.

Stefan Schmid, Schulelternratsvorsitzender des Hölty, appellierte an die Abiturienten, sich unbedingt für den Zukunftsweg zu entschieden, den sie einschlagen wollen, und mahnte an, viel häufiger sich selbst zu bestätigen, was man eigentlich tue, als sich zu fragen, wie man es tue. Im Anschluss verdeutlichte Arne Ehlerding nach einem letzten schulischen Lehrexkurs über die Metapher anhand des Zitates „Life is a journey“ von Ralph Waldo Emmerson, dass das Abitur nur eine Haltestelle, ein Ende, aber auch ein Anfang auf der Zugreise durchs Leben sei.

In ihrer Abi-Rede gingen Justin Albers, Thomas Ceyp, Dennis Lindhorst und Alexander Mechler auf den Zusammenhalt der Abiturienten ein, bedankten sich bei Eltern, Schulleitung und Lehrern für die Vorbereitung auf das Abitur, für die Unterstützung und die Betreuung während der letzten beiden Jahre. Sie freuten sich über die Leistung ihres Jahrganges, denn ausnahmslos konnten in diesem Jahr alle zum Abitur Angetretenen die Hochschulreife auch in Empfang nehmen, auch wenn es viele Punktlandungen gegeben habe, getreu dem Motto, ein gutes Pferd springe nur so hoch, wie es muss.

Musikalisch glänzten in diesem Jahr vor und zwischen den Reden die Young Voices mit den Liedern „Moon River“ von Henry Mancini und „El haderech“ aus Israel sowie die Bigband mit den Stücken „Fly me to he moon“ von Bart Howard und „Mas que nada“ von Jorge Ben.

Nach den Reden nahmen die Abiturienten einzeln auf der Bühne ihre Abiturzeugnisse entgegen. Einige erhielten dabei für besondere Leistungen Mitgliedschaften in Stiftungen und Akademien. Jahrgangsbester ist Giorgi Lomidze mit einem Notendurchschnitt von 1,7. Jeweils mit der Note 1,8 schlossen Justin Albers, Michael Völker und Leon Windhorst ab.

Die zweistündige Entlassungsfeier wurde beim Sektausschank im Foyer abgerundet.

                                                                                                                      Michael Rücker