Klar in der Intonation, sicher in ihrer Mehrstimmigkeit mit Sopranen, Alt und sogar Männerstimmen, abwechslungsreich mit einer Vielzahl von Stücken aus unterschiedlichen Stilen und Epochen und anschaulich durchsetzt mit choreografischen Untermalungen führten die Young Voices, der Mittelstufenchor des Hölty-Gymnasiums, das Publikum bei der 5. Auflage ihres alljährlich stattfindenden Chorkonzertes „Sing and Swing“ im gut gefüllten Beckmannsaal durch das Programm.

In einem wahren Ohrenschmaus nahm der Chor die Zuhörer thematisch auf eine Reise durch das Leben. Und diese Reise konnte bunter nicht sein. Fröhlich ging es los mit der Begrüßung des Tages in dem selbst geschriebenen und komponierten Lied „Die Sonne geht auf“ von Chorleiter Egon Ziesmann. Mit weiteren heiteren Stücken zum Tag ging die Reise thematisch über den Frühling mit den Volksliedstücken „Limu Lima“ und „Über meiner Heimat Frühling“, in denen das Fernweh und die Sehnsucht spürbar wurden, zu den nachdenklichen Liedern „What have they done to the rain“ von Malvina Reynolds und „For the beauty of the earth“ von John Rutter. Trist und dunkel wurde anschließend Franz Schuberts Kunstlied „Der Leiermann“ präsentiert, bevor traurig und sehnsuchtsvoll vom Mittelstufenchor das Thema Freundschaft und Liebe mit Vera Matsons „Love me Tender“ und Chris Medinas „What are words“ aufgegriffen wurde.

Gegen Ende des Konzertes wurde es dann wieder fröhlich. Gute Laune verbreiteten anschließend die Jazzstücke „Dab Dab“ von Egon Ziesmann und „Lullaby of Birdland“ von George Shearing sowie die Tanzlieder „Balooga Dance“ von Viola Engelbrecht und „Africa“ von Paich und Porcaro, die kraftvoll und voller Freude am Singen von den Young Voices vorgetragen haben.

Am Ende war Chorleiter Egon Ziesmann, der von Joschua Claassen am Klavier unterstützt wurde, mit Recht stolz auf seinen Chor, denn die Young Voice traten zum ersten Mal in neuem Gewand auf. Neue Mitglieder aus den siebten Klassen mussten im laufenden Schuljahr integriert werden und in vielen Proben und an zusätzlichen konzertvorbereitenden Arbeitstagen zu einer Einheit geformt werden. Dass dabei ein ganzes Konzert mit so vielen Facetten zustande gekommen war, war für Egon Ziesmann unter dem Hinweis auf das Engagement der Sängerinnen und Sänger aller Ehren wert. Und in der Tat ließ sich das Ergebnis an diesem Abend sehen und besonders hören.