Der Tag der offenen Tür ist jedes Schuljahr ein fester Termin in unserem Kalender. Er hat zweierlei Funktion: Erstens möchten wir dabei den potentiellen neuen 5. Klässlern zeigen, was unsere Schule ausmacht, was wir im und außerhalb des Fachunterrichts so auf die Beine stellen und welche Personen an unserer Schule lernen und arbeiten – ob Schüler:innen oder als Lehrkräfte oder als Mitarbeiter. Wir zeigen also einen Gesamtüberblick unseres bunten Angebots. Zweitens möchten wir auch „unseren“ die Gelegenheit geben, die Schule und was darin geschieht, anzusehen. Im Normalfall ist das dann ein aufregender Nachmittag mit vollem Schulhaus, vielen Aktionen, Experimenten, Gewinnspielen, lautem Stimmengewirr, Sport, Musik, Tanz, Theater und vielem mehr.

Im Jahr 2020 mussten wir diesen Tag kurzfristig wegen des Lockdowns absagen. Er fiel einfach aus. Als es sich abzeichnete, dass auch im Jahr 2021 keine Zuschauer ins Hölty gelassen werden dürften, entschlossen wir uns, diesen Tag digital zu gestalten.

Die Planungen mit Fortbildung, Recherche, Sammeln und Weiterdenken von Ideen, Prüfen der technischen Voraussetzungen etc. begannen bereits im Februar. Aus dem Tag der offenen Tür wurde eine „Digitale Woche der offenen Tür“ vom 3. bis 7.5.2021. Unter dem Motto „Wir sind EIN Hölty“ wurde sich mehr auf die jetzigen 4. Klässler konzentriert, die in Zukunft in Hambühren/Ovelgönne das Hölty besuchen wollen. Unsere Homepage diente den Interessierten als Eingangstor zu einer Fülle an größtenteils Videobeiträgen, in denen auf sehr unterschiedliche Art und Weise die Fächer, die AGs und besondere Aktionen, aber auch das momentane Schulhaus der 5. Klässler in der Versonstraße vorgestellt wurden. Außerdem konnte man erfahren, wie der Plan für das neue Schulhaus weitergeht. Die Beiträge sind vielfach in Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schüler:innen entstanden.

Die Betonung lag – wie das Motto zeigt –  insgesamt darauf, dass wir auch mit zwei Standorten eine gemeinsame Schule sind und bleiben werden. Das wurde zum Beispiel sehr gut an den Projekten der jetzigen 13. Klässler:innen mit den 5. Klässlern im Seminarfach deutlich. Auch waren in den Beiträgen der Fächer Buchstaben versteckt, die man finden und zu einem Satz zusammensetzen musste, so dass die 4. Klässler auch zum Mitdenken aufgefordert waren. Wer das Buchstabenrätsel richtig gelöst hatte, konnte sich eine Belohnung herunterladen.

Am Ende der digitalen Woche der offenen Tür hatten alle Zuschauer:innen dann noch einmal die Möglichkeit, den Lehrkräften Fragen zu stellen, die eventuell noch nicht beantwortet worden waren. Hierzu gab es eine Zoom-Konferenz, zu der man sich im Laufe der Woche anmelden konnte und in der die Hölty-Lehrer:innen zeitlich gestaffelt nach Fachbereichen mit Eltern und potentiellen neuen Schüler:innen in Kontakt traten. Die Fragen waren vielfältig und reichten vom Thema „Bläserklasse“ und „Profil-/Sprachwahl“ über „Ganztag“ bis hin zu den Fahrradständern. Am Ende waren alle Beteiligten zufrieden, dass die übriggebliebenen Fragezeichen noch beseitigt werden konnten.

Insgesamt beteiligten sich an diesem Projekt viel mehr Menschen aus allen Bereichen unserer Schule mit großem Engagement, als man in den Beiträgen sehen kann. Jemand kennt sich besser mit Technik aus und verwendet freiwillig einen ganzen Nachmittag, um ein Video zu schneiden (bzw. es zu lernen!!) oder den Fehler zu finden, warum die Technik gerade nicht so klappen will, wie sie soll; jemand Anderes kann eher sprachlich ausgefeilte Dialoge verfassen oder eine Choreographie erstellen oder malen; jemand Drittes hat die Fähigkeit, im Hintergrund zu koordinieren und weiß ganz genau, wen man für welche Aufgabe anfragen oder um welchen Gefallen bitten kann: Kurzum – ein dickes Dankeschön an alle engagierten Höltyaner:innen vor und hinter der Kamera!

Und wer sich die digitale Woche der offenen Tür jetzt noch einmal anschauen und vielleicht auch das Buchstabenrätsel noch ausprobieren möchte, kann das auf unserer Homepage www.hoelty-celle.de immer noch tun, denn die Beiträge sind dort immer noch abrufbar.

Carmen Hurrelmeyer